Verlust meines Gamerlebens?!

Graf in Verzweiflung
Der verzweifelnde Graf

Seid gegrüßt, ich bin der Graf und spiele seit mehr als 18 Jahren Videospiele - aber wie lange wohl noch?

 

Nostalgie

Seit meinem vierten Lebensjahr spiele ich Computerspiele, damals natürlich noch sehr simple Kost wie Löwenzahn oder Pinball 3D - Kennt das noch jemand? Mit der Zeit durfte ich aber auch wahre Schätze der Videospielgeschichte spielen. Titel wie Gothic, Elder Scrolls, Need For Speed, Siedler, Stronghold, Age Of Empires usw. sind mir selbstverständlich bis heute liebgewonnene Spiele geworden. Das Zocken gehörte zu meinem Alltag und war für mich das Größte, nach der Schule wurde immer sofort der Rechner angeworfen. Ich habe so viele tolle Momente und Erfahrungen gemacht, welche ich nicht eine Sekunde missen will. Übrigens, während ich diesen Blog verfasse, erklingt der Soundtrack von dem m.M.n. Spieleklassiker <<Robin Hood - Die Legende von Sherwood>> und stimuliert mein Nostalgiegedächtnis ;) Aber wo war ich? Ach ja, zocken war also der Hauptbestandteil meiner Kinder- und Jugendzeit. Fast alles drehte sich bei mir um dieses eine Thema, die Gamestarmagazine waren daran sicher nicht ganz unbeteiligt, denn so wusste ich immer, was es Neues in der Welt der Videospiele gab. Stundenlanges schauen von YouTube-Videos oder Serien gab es für mich nicht, ich wollte immer lieber spielen. Voller Vorfreude und Sehnsucht habe ich Releases abgewartet und mich auf die Fahrt zum Videospielegeschäft gefreut. Endlich den begehrten und lang ersehnten Titel in den Händen haltend, konnte das Gamerleben weitergehen.

 

Resignieren

Wie sieht es diesbezüglich heute bei mir aus? Nun, seit meiner IT-Lehre habe ich immer weniger Lust und Kraft den gleichen Enthusiasmus für das Zocken aufzubringen. Das Thema Videospiel ist zwar generell noch wichtig in meinem Leben, aber diese Liebe ist mit der Zeit erkaltet. Wie konnte es soweit kommen? Jeden Arbeitstag erst gegen 18:00 Uhr Zuhause zu sein und sich dann noch um den Haushalt kümmern zu müssen, ermüdet auf Dauer. Mir ist völlig klar, dass diese radikale Formulierung in meinem Alter von den Langzeitarbeitern sicher belächelt wird, aber es ist nun mal so. Wenn man am Tag nur noch ein bis zwei Stündchen für sich hat, ist es schwierig sich dann noch fürs Zocken aufzuraffen, lieber <<konsumiere>> ich auf dem Sofa gemütlich eine Serie. Ich höre schon die Worte <<Was ist denn mit dem Wochenende?>> Ja klar, das Wochenende, da sollte doch Zeit sein, um zu zocken - oder? Naja, am Wochenende müssen natürlich alle Dinge erledigt werden, die unter der Woche auf der Strecke blieben. Von daher bieten die Wochenenden auch nicht viel mehr Zeit, aber etwas mehr schon, das ist korrekt. Ansonsten hätte ich wohl kaum Zeit diesen Blog hier zu schreiben oder mich um YouTube zu kümmern. Meine Seele schmerzt jedoch zutiefst, wenn mir wieder einmal bewusst wird, wie wenig Zeit ich nur in dieses eigentlich tolle Hobby stecken kann.

 

Kein Ausweg in Sicht

Leider sehe ich für meine aktuelle Lage keinen Fluchtweg und befürchte, dass mir von Zeit zu Zeit immer mehr die Lust am Spielen vergehen wird. Vorbei sind die Zeiten, wo ich sehnlichst neue Spiele herbeiwünschte oder mich Spiele fesselten und ich an den Geschichten teilnahm, als wäre ich ebenfalls Protagonist selbiger. Hoffnung bleibt mein letzter Rettungsanker in dieser Angelegenheit - möglicherweise erscheint in noch ferner Zeit ein Spiel, welches meine Flamme erneut lodern lassen kann...

 

 

Geht es euch auch so? Wenn ja, würde es mich sehr interessieren wie ihr mit der Situation umgeht. Schreibt gerne einen Kommentar unter diesen Blog oder meldet euch über folgende Adresse bei mir: greyto.official@gmail.com

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